Friedensflotte nach Gaza

30. Mai 2010

Seit Jahren ist der Gazastreifen von der Außenwelt abgeriegelt. Warenlieferungen werden von Israel streng rationiert. Einige internationale Hilfsorganisationen schicken jetzt eine Schiffsflotte mit Hilfsgütern nach Gaza.

Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Schon 2008 sind Mitglieder der „Free Gaza“-Bewegung mit einem Schiff in Gaza gelandet

Medikamente, Verbandsmaterial, Rollstühle, Zement und Baumaterialien – das sind Güter, die im Gazastreifen dringend benötigt werden. Aber wegen der anhaltenden israelischen und internationalen Blockade kommen sie nicht ins Land. Darum sollen sie nun per Schiff hineingebracht werden. Acht Schiffe mit Aktivisten, Menschenrechtlern, Ärzten und Politikern an Bord sind auf dem Weg nach Gaza. Auch fünf Deutsche sind unter den Passagieren, unter ihnen die Linken-Abgeordnete Annette Grothe. „Ich bin sehr gespannt, wie Israel sich verhalten wird“, sagt sie kurz vor ihrer Abreise in Berlin. Sie hoffe, dass sie Gaza erreichen werde und nicht in einem israelischen Gefängnis lande. Sollte die kleine Flotte jedoch von der israelischen Marine aufgehalten werden, dann erwarte sie von der Bundesregierung, dass sie dagegen protestiere.

Angekündigte Blockadebrecher

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Sonnenuntergang an Gazas Küste

Zum letzten Mal hat im Juni 2009 ein Schiff der „Free Gaza“-Bewegung versucht, die Blockade zu durchbrechen. In internationalen Gewässern wurde es von der israelischen Armee aufgebracht, die Menschenrechtler an Bord, unter ihnen eine amerikanische Kongressabgeordnete und die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire, wurden festgenommen, die Ladung konfisziert.

Diesmal hoffen die Aktivisten, mit ihrer kleinen Flotte durchzukommen, sagt Gisela Siebourg vom Deutschen Koordinierungskreis Palästina Israel, der die Reise unterstützt und mitorganisiert hat. Man halte sich mit dieser Reise durch das östliche Mittelmeer strikt an internationales Recht, sowohl die griechischen und zypriotischen als auch die israelischen Behörden seien über die Ladung an Bord und über die Passagiere genau informiert. Israel dürfe die Schiffe nicht aufhalten, denn wenn es tatsächlich, wie die Regierung in Jerusalem behaupte, den Gazastreifen nicht länger besetzt halte, habe es in den palästinensischen Hoheitsgewässern vor Gaza auch nichts zu sagen. Wenn Israel jedoch den Gazastreifen immer noch besetzt halte, dann sei es nach internationalem Recht verantwortlich für das Wohlergehen der Zivilbevölkerung in dem schmalen Küstenstreifen und müsse dafür sorgen, dass die Menschen mit allen benötigten Gütern beliefert würden.

Protest gegen Israels Blockadepolitik

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Liegengebliebene UN-Hilfslieferungen an der Grenze zwischen Israel und Gaza

Das sieht auch Annette Grothe so. Sie kritisiert, dass Israel mit der Blockade des Gazastreifens internationales Recht verletze. Artikel 33 der Genfer Konvention verbiete Kollektivstrafen. Israel aber habe mit der Abriegelung des Gazastreifens eine harte Kollektivstrafe über die Zivilbevölkerung verhängt, die dazu geführt habe, dass sich die Armut in dem schmalen Küstenstreifen drastisch verschlimmert habe. Sie erwarte, dass die Bundesregierung sowie alle anderen Unterzeichnerstaaten der Genfer Konventionen von Israel die Einhaltung des Völkerrechts einforderten. Und sie zitiert den Chef des UN-Hilfswerks für die palästinensischen Flüchtlinge in Gaza, John Ging: „Gaza ist zum Synonym für Verletzungen des internationalen Rechts und der Unmenschlichkeit gegen eine Zivilbevölkerung geworden. So wird das in die Geschichtsbücher eingehen. Jeder westliche Politiker trägt hier eine Mitverantwortung.“

Hilfsgüter statt Waffen

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Deutschland baut unter anderem U-Boote für die israelische Marine

Mit an Bord eines Schiffs in der Flotte für Gaza ist auch Grothes Kollegin, die Linken-Abgeordnete Inge Höger. Sie ist Mitglied im Verteidigungsausschuss und abrüstungspolitische Sprecherin ihrer Partei. Sie kritisiert, dass Deutschland Waffen an Israel liefert. Und das, obwohl das Kriegswaffenkontrollgesetz Waffenlieferungen in Krisengebiete untersagt. Es sei anzuprangern, dass die Bundesregierung Rüstungsexporte in diese Region ermögliche, anstatt den zivilen Wiederaufbau in Gaza zu unterstützen und zu ermöglichen.

Mit ihrer Teilnahme an der Hilfsaktion für Gaza wolle sie daran erinnern, dass im Gazastreifen 1,5 Millionen Menschen abgeschnitten von der Welt, in tiefer Armut und im Elend leben müssten, eine Tatsache, die von der deutschen Öffentlichkeit und den deutschen Medien kaum zur Kenntnis genommen werde.

Israel protestiert

Unterstützt wird die Hilfsaktion für die Palästinenser in Gaza auch von „Pax Christi“ und den „Internationalen Ärzten für die Verhütung eines Atomkriegs“, deren stellvertretender Vorsitzender Matthias Jochheim mit an Bord ist. Am 1. Juni werden die deutschen Teilnehmer der Flotte in Griechenland zurück erwartet.

Bildunterschrift: Palästinensische Kinder an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen. Seit Jahren sind die rund 1,5 Millionen Bewohner des Landstrichs von der Außenwelt nahezu völlig abgeschnitten.

Die israelische Regierung hat die europäischen Staaten inzwischen aufgefordert, ihre Bürger daran zu hindern, mit Schiffen nach Gaza zu fahren. Der Direktor für europäische Angelegenheiten im israelischen Außenministerium Naor Gilon sagte, Israel werde alle europäischen Bürger stoppen, die versuchen sollten, die Küste Gazas zu erreichen. Eine solche Mission sei provokant und verletze israelische Gesetze.

Autorin: Bettina Marx
Redaktion: Thomas Latschan

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Friedensflotte für Gaza

29. Mai 2010

Freedom Flotilla Gaza

urs1798 | 29/05/2010 at 01:50 | Kategorien: Satire | URL: http://wp.me/pkBJ0-3al

Ich weiß nicht, wie es anderen Interessierten so geht. Ich bin nervös, ständig am Suchen nach neuen Nachrichten, von den Schiffen. Ich verstehe wenig türkisch, arabisch leider garnicht. Ich sehe die Bedrohung, aus Israel, die Lügen und das Verschweigen in  deutschen Medien. Ich sehe die Desinformation, bzw die israelische Propaganda, mit welcher sie im Vorfeld die Kapperung der Freedom-Schiffe ankündigt.

Von unserer Regierung höre ich nichts, aber es es sind auch deutsche Politiker an Bord,  von den “ Linken“, und die zählen nicht,  wenigstens genausowenig wie normale Menschen. Es sei denn, der Verfassungsschutz beobachtet sie… Die Wahrung von Menschenrechten ist ja auch, bemerkenswerterweise, eine inzwischen eine  Seltenheit und daher sehr gefährlich…

Die israelische PR bemüht sich im Vorfeld klar zu machen, wie gut es den Menschen in Gaza doch geht, es muß niemand hungern, jeder hat ein Dach über dem Kopf, Zeltplanen inbegriffen.  Wer hat schon die Möglichkeit, jahrelang zu zelten? Und zur Nostalgie gehört Kerzenlicht, wozu auch Strom und Heizung?( Kerzen sollen auch dem Embargo unterliegen, also kein Licht, aber Und wer ist schuld daran? Natürlich die Hamas, wer die gewählt hat, gehört  kollektiv bestraft . Es interessiert auch nicht, wer sich wehrt und Kassamraketen nach Israel schießt. egal, welche Brigaden sich dazu bekennt, in der israelischen Propaganda ist es immer die Hamas, und dies wird hier unreflektiert von unseren Medien  übernommen. Wir haben  damals  eine riesige Schuld auf uns geladen und daher sollten bei uns Menschenrechte für alle an erster Stelle stehen.. Aber was haben wir daraus gelernt? Was sind da heutige Menschenrechte wert?  Man sollte erwarten, eigentlich  eine ganze Menge! Aber da ist nichts, was die meisten Politiker angeht…

Was ist von den großen Vorsätzen übriggeblieben? So gut wie  nichts! ? Wo sind die großen Statements geblieben, was wurde wahrggemacht?  Nie wieder Unrecht, nie wieder Krieg?  Wahrgemacht wurden „Doppelte-Standards“, die einen müssen töten und die anderen haben sich töten zu lassen. Schöne Vergangenheitsbewältigung, eine prima Aufarbeitung und ungemein gerecht. Aber dafür bezahlen wir ja schließlich, für die Schuld, ein Freikauf,  war ja auch schon „Fürstenrecht“. Für Geld bekommt man die Absolution, drei „Ave Marias“ und gut ist, und wenn man wieder tötet und töten lässt, dann eben fünf „Ave Marias“ und die doppelte Spende…

Ich weiß nur einfach nicht, warum die Palästinenser unser Unrecht ausbaden müssen und warum ein Großteil der Welt dies für richtig hält? Halten die es für richtig, weil sie beim Holocaust geschwiegen haben und untätig geblieben sind?  Haben sie damals geschwiegen weil sie proftiert haben? Haben sie geschwiegen, weil „Mensch“ ein Feindbild braucht?  Haben wir nun ersatzweise das Feindbild Muslim bekommen und befinden uns deshalb im Krieg mit Afghanistan?  Haben wir auch deshalb nichts dagegen wenn die Kriegstrommeln gegen den Iran geschlagen werden? Für Köhler vielleicht der nächste Handelskrieg? Wozu die Unterschiede, Mensch ist Mensch, was macht den einen besser, den anderen schlechter? Die Religion, das Aussehen, die Herkunft, der Geldbeutel, die Macht? An was messen sich diejenigen, welche “ Oben“ stehen? Was lässt diese Menschen schlafen, welche Armeen zum Töten befehlen?

Wie abgebrüht und verdammt kalt.

Links zur Gaza- Flotte, die Livestreams brechen manchmal zusammen, genauso wie der Standort-Satellit

Türkische Humanität

Griechische Humanität

Save Gaza

Gaza Freedom March


»Unser Ziel ist, daß Menschen ein Leben ohne Ausbeutung, Diskriminierung, Hunger und Krieg führen können. Dafür sind energischere Maßnahmen als Mahnwachen und Kundgebungen nötig. Ein Bündel von Maßnahmen, dessen Wirksamkeit am größten ist, wenn wir viele sind und wissen, was wir tun. Unser Ziel ist eine Gesellschaft, die auf Solidarität aufbaut und auf sozialer Gleichheit, in der es keine Ausbeutung und keine Herrschaft von Menschen über Menschen mehr gibt, eine Gesellschaft, in der wir basisdemokratisch entscheiden, wie wir leben und arbeiten wollen. Das ist ein tollkühner Plan. Und wir müssen alles selbst machen. Die Mittel, durch die wir dieses Ziel erreichen könnten, werden manche eine soziale Revolution nennen. Einverstanden.«Jutta Ditfurth

29. Mai 2010

Evelyn Hecht-Galinski zum 8.5.2010

27. Mai 2010

sehr geehrte, liebe palästinensische Freunde und Freundinnen,

Ich betrachte es als eine große Ehre, dass ich als deutsche Jüdin hier bei Ihnen auf dem 8. Europäischen Palästinenserkongress in Berlin sprechen darf. Das heutige geschichtsträchtige Datum des 8. Mai, des Tages der Befreiung vom Faschismus und der Nazi-Diktatur vor 65 Jahren, sollte dem Staat Israel und allen Verfolgten, die selbst so Schreckliches erlebt haben, Mahnung sein, nie wieder Unrecht und Unterdrückung zu dulden oder selbst auszuüben.

62 Jahre Vertreibung und ethnische Säuberung sind genug! 43 Jahre Besetzung und Unterdrückung sind genug! Schlimmerweise ist es für Israel nie genug. Am 13. April trat die neueste Perversion des „Jüdischen Staates“ in Kraft: Ein Militärerlass, der den Boden für Massendeportationen aus der Westbank bereitet. Diese Verordnung ist ein klarer Verstoß gegen Artikel 49 der Vierten Genfer Konvention. Dieser Erlass ist ungesetzlich und verstößt gegen internationales Recht, da israelische Gesetze im Westjordanland – also auf besetztem Gebiet – nicht anzuwenden sind. Diese Anordnung beweist nur ein weiteres Mal die Macht und die Willkür der israelischen Armee, gegen unliebsame Palästinenser vorzugehen.

Ich fordere Sie, Frau Bundeskanzlerin Merkel, daher auf, gegen diese Besatzerwillkür zu protestieren und sich bei der israelischen Regierung dafür einzusetzen, dass diese unrechtmäßigen Verordnungen zurückgenommen werden. Außerdem fordere ich Sie, Frau Bundeskanzlerin Merkel, auf, den Begriff der Sicherheit Israels als Staaträson für die deutsche Politik rückgängig zu machen. Dieser Begriff stützt sich nicht auf eine demokratische Legitimität. Nein – ganz im Gegenteil -, das verstößt gegen unser Grundgesetz und gegen allen politischen Anstand, die Sicherheit Israels zur deutschen Staatsräson zu erklären.

Genau diese Feststellung führt uns auch zur Problematik der Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.

Das unbeschreibliche Unrecht, das von Deutschen organisiert, an den europäischen Juden/ Jüdinnen begangen wurde, darf nicht dafür herhalten, dass anderen Menschen und Völkern Unrecht angetan wird.

Unsere ganze moralische Herausforderung besteht einerseits darin, der Verantwortung gerecht zu werden, die Lehren aus den Verbrechen des Dritten Reiches zu ziehen, es aber andererseits nicht zuzulassen, dass aufgrund dieses schrecklichen Vermächtnisses uns (Deutschen) das Recht abgesprochen werden soll, aktuelle Verbrechen anzuprangern – und das nur, weil diese von einem Staat begangen werden, der sich selbst als jüdisch bezeichnet. Sich dieser Wahrheit zu stellen, ist die würdigste Form der Holocaust-Erinnerung. Daher möchte ich betonen: Nicht das palästinensische Volk ist schuld am Holocaust, also der Ermordung der europäischen Juden.

Sie aber, die Tausende, die hier stellvertretend für viele Millionen palästinensische Flüchtlinge versammelt sind, sie sind die unschuldigen Leidtragenden dieser israelischen Unrechtspolitik, des Landraubes und der Besatzung.

Solange Israel nicht bereit ist, die palästinensischen Bürger und Bürgerinnen als gleichwertig anzuerkennen und das palästinensische Volk weiter entmenschlicht und unterdrückt, wird es nie Frieden und ein friedliches Zusammenleben geben.

Sogar das öffentliche Gedenken an die Nakba soll ihnen nach Willen der israelischen Regierung genommen werden. Man arbeitet an einem Gesetz, dieses Gedenken unter Strafe zu stellen.

Nach dem Willen der israelischen Regierung soll ihnen der unverhandelbare Ostteil von Jerusalem – seit 1967 unrechtmäßig von Israel besetzt – für einen zukünftigen Palästinenserstaat als Hauptstadt genommen werden. Die israelische Regierung will ihnen auch den Anspruch des Rückkehrrechts vorenthalten, der ihnen völkerrechtlich zusteht.

So bewahren viele palästinensische Vertriebene noch heute ihre Hausschlüssel auf und geben sie an ihre Kinder und Kindeskinder weiter im Bewusstsein: Wir kommen zurück!

Israel hat den Schlüssel für das größte Freiluftgefängnis der Welt – nämlich Gaza – ins Meer geworfen. Der schleichende Genozid an 1,5 Millionen eingeschlossenen Palästinensern schreitet unaufhörlich voran. Auch die Blockade nach dem schrecklichen Angriff auf Gaza mit von Israel über 1.400 ermordeten Palästinensern geht weiter. Die Verantwortlichen für diesen Angriff, gehören eindeutig vor das Haager Kriegstribunal.

Nicht umsonst bekämpft Israel den Goldstone Report so vehement, der diese Kriegsverbrechen dokumentiert. Der Jurist Goldstone wurde daher von offizieller israelischer und jüdischer Seite verleumdet, angegriffen und bekämpft.

Ich möchte Ihnen auch meine Solidarität mit den etwa 10.000 Palästinensern in israelischer Haft aussprechen – unter ihnen Frauen, Kinder und die führende politische Intelligenz. Schon meine Freundin und mein Vorbild, die große Menschenrechtsanwältin, Felicia Langer, schilderte mir die unmenschlichen Folterungen und Haftbedingungen, unter denen ihre palästinensischen Mandanten und andere Häftlinge in israelischen Gefängnissen zu leiden hatten. Dieser Einsatz Felicia Langers für die Menschenrechte wurde mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes von Bundespräsident Köhler gewürdigt. Ich betrachte das auch als einen kleinen Erfolg, für uns alle.

Nochmals: Frau Bundeskanzlerin Merkel, ich ersuche Sie: Pochen Sie auch bei Israel auf die Einhaltung der Menschenrechte und auf die Verwirklichung der 4. Genfer Konvention, der wir verpflichtet sind.

Wo bleibt Ihr demokratisches Bewusstsein als ehemalige Bürgerin eines totalitären Unrechtsstaates, wenn Israel die Rechte des Palästinensischen Volkes mit Füßen tritt und negiert?

Für mich als geborene Berlinerin ist es ein ganz besonderes Gefühl, heute am 8. Mai, dem Tag der Befreiung und dem Ende der Nazi-Herrschaft, auch des Mauerfalls vor 20 Jahren zu gedenken. Ich weiß als Berlinerin, wovon ich spreche, wenn ich an die Berliner Mauer erinnere. So frage ich uns alle:

Wann werden wir den Tag erleben, dass die israelische Apartheidmauer – die tief durch geraubtes und besetztes palästinensisches Land führt und die auf diesem unrechtmäßig vom „Jüdischen Staat“ errichtet wurde – so fällt wie die Berliner Mauer? Wann werden die schikanösen Check Points fallen? Wann werden Sie – die Palästinenser – Ihre Familien wieder frei und grenzenlos besuchen können?

Das wird nur möglich werden, wenn der amerikanische Druck so groß auf Israel wird, wie damals der russische auf die DDR. Herr Netanjahu, reißen Sie die Mauer nieder!

Liebe palästinensische Freunde und Freundinnen: Ich hoffe für Sie alle, die es denn möchten, dass Ihnen nach dem Motto Ihres Kongresses das Ihnen zustehende Rückkehrrecht nach Israel/ Palästina ermöglicht wird und für Sie damit ein friedliches und demokratisches Zusammenleben wahr wird.

Das Rückkehrrecht, wie es Israel allen Juden anbietet, ist für mich eine Farce. Ich frage sie, weshalb soll ich als in Deutschland geborene Jüdin denn zurückkehren? Aber das Rückkehrrecht für Sie, die Vertriebenen und Flüchtlinge der Nakba, ist die Rückkehr Teil des Völkerrechts.

Aus diesem Grunde spreche ich auch explizit die deutsche Bundeskanzlerin an: Beherzigen Sie die Aussage: Recht auf Heimat ist Menschrecht.

Lassen Sie mich zum Schluss betonen: Ich bin für einen demokratischen Staat Israel in den Grenzen von 1967 laut UNO-Beschluss 242. Frieden wäre sofort möglich, wenn Israel sich an die internationalen Resolutionen halten würde, das Recht auf Rückkehr für die Palästinenser erfüllt und Jerusalem als Hauptstadt für zwei souveräne Staaten, nämlich Israel und Palästina anerkennt.

43 Jahre Besatzung und Unterdrückung müssen sofort beendet werden! Lassen sie uns die Hoffnung auf Gerechtigkeit für Palästina und das palästinensische Volk nicht aufgeben! Nur zusammen sind Sie stark!

Evelyn Hecht-Galinski – 8.5.2010


Gaza-Veteranen schockieren mit Aussagen über wahllose Morde

27. Mai 2010

Von Ulrike Putz, Beirut

Sie erschossen wehrlose Zivilisten, zerstörten Häuser palästinensischer Familien: Zum ersten Mal sind Berichte israelischer Soldaten über ihren Einsatz im Gaza-Krieg veröffentlicht worden – unzensiert. Das Militär will die Verbrechen untersuchen, die Öffentlichkeit ist entsetzt.

Beirut – Der Befehl war so klar wie brutal: „Immer, wenn wir ein Haus stürmten, sollten wir die Tür eintreten und dann hineinschießen“, berichtete ein israelischer Soldat von den Befehlen, die er im Gaza-Krieg erhielt. Er und seine Kameraden hätten Anweisung gehabt, beim Durchsuchen des Hauses auf alle Personen zu schießen, die sie fanden. „Ich nenne das Mord“, so der Militär.

Explosion in Rafah nach einem Angriff der israelischen Luftwaffe:  "Was die meisten Israelis gerne vergessen möchten"

AP

Explosion in Rafah nach einem Angriff der israelischen Luftwaffe: „Was die meisten Israelis gerne vergessen möchten“

In einem anderen Fall sei er Zeuge gewesen, wie sein Vorgesetzter Soldaten befohlen habe, auf eine alte Frau zu schießen, die eine Straße überquerte. „Ich weiß nicht, ob sie verdächtig oder harmlos war. Ich weiß aber, dass mein Offizier Leute aufs Dach geschickt hat, um sie auszuknipsen. Das war kaltblütiger Mord.“

Das Zeugnis, das der namentlich nicht bekannte Soldat von seinem Einsatz in Gaza abgelegt hat, ist Teil eines Reports, der am Donnerstag an die Öffentlichkeit gelangt ist und Israel in eine Art Schockstarre versetzt hat. „Das hier sind Beweise aus erster Hand für etwas, was die meisten Israelis gerne vergessen möchten: So hat die Armee ihren Krieg gegen bewaffnete Terroristen geführt, während eine anderthalb Millionen zählende Zivilbevölkerung zwischen den Fronten stand“, schrieb die links-liberale Tageszeitung „Haaretz“ in einer ersten Reaktion.

Der Report ist die Mitschrift einer Diskussion, die am 13. Februar in der Militärakademie Itzak Rabin im israelischen Tivon stattfand. Alle zu Wort kommenden Soldaten sind Absolventen der Akademie, in dessen Informationsblatt ihre Aussagen nun veröffentlicht wurden.

Das Protokoll wirft ein Schlaglicht auf die Realität eines Krieges, zu dem die internationale Presse – wegen einer von Israel verhängten Blockade – keinen Zugang hatte. Die aufgelisteten Aussagen stehen im krassen Widerspruch zu der oft beschworenen moralischen Überlegenheit der israelischen Armee (IDF). Es ist das erste Mal, dass eine große Gruppe von Soldaten fast geschlossen Kritik an ihren Einsatzbefehlen und an der Duldung zweifelhaften Verhaltens durch ihre Vorgesetzen übt.

Rücksichtsloser Umgang mit Zivilisten

Die Mitschrift der Diskussion könnte damit Teil der juristischen Auseinandersetzung über angeblich von israelischen Soldaten verübte Kriegsverbrechen im Gaza-Streifen werden. Mehrere internationale Menschenrechtsgruppen sowie einzelne Staaten planen, Israel wegen des Todes von Zivilisten und des illegalen Einsatzes von schweren Waffen in dicht besiedeltem Gebiet zur Verantwortung zu ziehen. Das Protokoll könnte Israel-Kritikern als Beweis dafür dienen, dass der rücksichtslose Umgang mit Zivilisten während des Angriffs geplanter Bestandteil der Kriegsführung war.

Die Frage nach der Moral wurde auch an jenem Abend in der Rabin-Akademie gestellt. Ein Soldat erzählte, viele seiner Kameraden hätten mutwillig den Besitz palästinensischer Familien zerstört, „weil es ihnen Spaß machte“. Er sei darüber ins Grübeln gekommen: „Wir können sagen, sooft wir wollen, dass die israelische Armee moralisch überlegen ist, aber im Feld ist das einfach nicht so.“ Ein Offizier wird damit zitiert, dass die Befehle und das Verhalten seiner Kameraden „unlogisch“ gewesen sei. „Leute haben ‚Tod den Arabern‘ an die Wände geschrieben und auf Familienfotos gespuckt. Einfach, weil sie es konnten. Das ist das Wichtigste: zu verstehen, wie tief die IDF in Sachen Ethik gesunken ist. Das ist das, was mir am meisten in Erinnerung bleiben wird“, sagte der Gruppenführer.

Ein Kommandeur erzählte der versammelten Runde, ein Scharfschütze habe eine Mutter und ihre zwei Kinder erschossen, weil sie bei ihrer Evakuierung versehentlich in die falsche Richtung gegangen seien. „Ich glaube nicht, dass er sich besonders schlecht fühlte, weil er aus seiner Sicht nur nach seinen Vorschriften handelte.“ Insgesamt habe der Eindruck vorgeherrscht, „dass das Leben von Palästinensern sehr, sehr viel weniger wichtig ist als das Leben unserer Soldaten“, sagte derselbe Offizier. Ein anderer gab zu, selbst mit Hand angelegt zu haben: „Wir haben alles aus den Fenstern geworfen um Platz zu schaffen. Der gesamte Hausstand flog raus: Der Kühlschrank, Teller, Möbel. Der Befehl war, alles aus dem Haus rauszuschaffen.“

Mehrere Soldaten berichteten übereinstimmend, dass beim Stürmen von Häusern, in denen sich Zivilisten aufhielten, Soldaten häufig wahllos und ohne Vorwarnung um sich geschossen hätten. „Die Vorgesetzten sagten uns, dies sei in Ordnung, weil jeder, der dageblieben ist, ein Terrorist ist“, wird ein Infanterist zitiert. „Ich habe das nicht verstanden – wohin hätten sie denn fliehen sollen?“ Andere Soldaten hätten ihm gesagt, man müsste alle töten, „weil jeder Mensch in Gaza ein Terrorist ist“.

Die Soldaten wähnten sich in einem Heiligen Krieg

Militär-Rabbiner und Seelsorger privater Institutionen hätten versucht, mit Handzetteln und Broschüren auf die Soldaten einzuwirken. Alle Schriften hätten eine Botschaft transportiert, wird einer der Soldaten zitiert. „Wir sind das Volk Israel, wir sind fast durch ein Wunder in dieses Land gekommen, nun müssen wir kämpfen um die Ungläubigen zu vertreiben, die der Wiedereroberung des Heiligen Landes im Wege stehen“, so der Inhalt der Blätter. Viele Soldaten hätten das Gefühl gehabt, es handele sich um einen Heiligen Krieg, so der Soldat.

Der Leiter der Militärakademie, Danny Samir, hörte mit wachsendem Entsetzen, was seine Absolventen zu berichten hatten. „Für uns war das ein totaler Schock.“ Er habe eine gemäßigte Diskussion über den Krieg erwartet, niemals aber solche Enthüllungen, sagte er israelischen Medien am Donnerstag. Sofort nach dem Ende der Debatte habe er sich an seine Vorgesetzten gewandt, die ebenfalls überrascht gewesen seien. Eine Untersuchungskommission solle nun den Wahrheitsgehalt der Statements überprüfen.

Verteidigungsminister Ehud Barak sagte dem israelischen Radio, die IDF werde die Ergebnisse der Untersuchung mit „aller notwendigen Ernsthaftigkeit“ prüfen. Daran, dass die IDF höchste ethische Standards habe, hielt er fest. „Ich sage immer noch, dass wir die moralischste Armee der Welt sind“, so Barak. Zwar gebe es sicher Ausnahmen, diese müssten jedoch von Fall zu Fall eingeschätzt und bewertet werden. Die israelische Organisation „Rabbiner für Menschenrechte“ nannte die Vorfälle einen „moralischen Tsunami“ und rief zur nationalen Trauer und Buße auf.

Während der drei Wochen langen israelischen Militäroffensive im Gaza-Streifen zum Jahreswechsel 2008/2009 wurden nach Angaben der palästinensischen Menschenrechtsorganisation PCHR insgesamt 1434 Palästinenser getötet und weitere 5303 verletzt. Unter den Todesopfern seien 960 Zivilisten, teilte die Organisation vor einer Woche zum Abschluss einer Untersuchung in Gaza mit. Auf israelischer Seite starben während des Krieges 13 Personen, darunter drei Zivilisten. Israel wollte mit dem Einsatz den Raketenbeschuss israelischer Ortschaften durch militante Palästinenser aus dem Gaza-Streifen unterbinden. Die Angriffe gehen jedoch weiter. Auch die israelische Armee fliegt nach wie vor Angriffe auf Ziele im Gaza-Streifen.

UNO: Gaza-Blockade behindert den Wiederaufbau

Veröffentlicht am Mai 26, 2010 von

UNO: Gaza-Blockade behindert den WiederaufbauBeitolmoqaddas (AFP/IRIB) – Die Blockade des Gazastreifens durch Israel behindert nach Angaben der UNO erheblich den Wiederaufbau der durch die israelische Militärinvasion zerstörten Infrastruktur. Anderthalb Jahre danach seien bisher lediglich 25 Prozent der Schäden behoben, heißt es in einem am Sonntag vom UN-Entwicklungsprogramm veröffentlichten Bericht. Allerdings sei es gelungen, zehn der zwölf beschädigten Krankenhäuser wiederherzustellen ebenso wie gut drei Viertel der Kanalisation.
Beim israelischen Angriff vom 27. Dezember 2008 bis zum 18. Januar 2009 waren im Gazastreifen 1400 Palästinenser getötet und mehr als 6200 Häuser zerstört worden.

Help us grow the movement to end the siege on Gaza, please Forward this message widely!

May 24, 2010

Dear Urs……

The Gaza Freedom Flotilla is Underway!

Over the weekend in Istanbul, the second ship was cheered and supported while it sailed off to join the Freedom Flotilla. It carries 700 passengers to Gaza as part of the ‘blockade busting’ flotilla. Unlike previous Free Gaza boats, this flotilla includes large vessels carrying substantial amounts of reconstruction, medical, and school supplies, and passengers from 50 countries. The likely date the convoy will reach Gaza coastal waters is Friday, May 28.

The Greek/Swedish cargo ship, the passenger boat from the European Campaign, and the Free Gaza passenger boats are ready to leave Greece this week. Ann Wright, retired U.S. Army Reserve Colonel, former U.S. diplomat, and active Gaza Freedom Marcher, will be joining this crew. Colonel Wright says,

„The Israeli siege of Gaza is illegal and a violation of international law. We demand that the Israeli, Egyptian, United States and European governments end this siege. If the governments will not stop the siege, it is up to the citizens of the world to break it-and that is what we will do!“

Despite Israel’s flagrant disrespect for international law, the director of European affairs for the Israeli foreign ministry, Naor Gilon, described the flotilla mission as „provocative and in violation of Israeli law“. He told diplomats, „Israel has no intention of allowing these sailboats in Gaza.“ The government of Israel has repeatedly stated publicly that they intend to intercept this convoy, using the Israeli Navy „at any price“.

Israel’s intimidation tactics will not deter us! To this end, the Gaza Freedom March joins the flotilla emergency response network. We are taking pro-active measures to stop Israel from launching any military attack or naval blockade on the flotilla. The Emergency Response Plan is in effect. This includes confirmed protests at Israeli embassies worldwide! To add your embassy protest to the list, please email flotilla@gazafreedommarch.org or register your event on our website.

Direct actions can be taken now to support the flotilla! On this single page, you can track the flotilla GPS location, news, Twitter feeds, livestream videos, uploaded photos, discussions, social network groups and more.

The Freedom Flotilla mission could never be accomplished without your support and participation!

Keep up the pressure to lift the siege of Gaza,
GFM Team

via e-mail http://gazafreedommarch.org/cms/en/flotilla.aspx

Demand that Israel allow passage to the Gaza Freedom Flotilla!

Noch ein Livestream, die griechischen Schiffe sind beladen und fertig zur Abfahrt.

Livestream türkische Schiffe

Update. Free Mediterranean ist unterwegs seit 14 :00 pm UTC plus 2

Die Blogger auf dem Schiff


Mossad-Killer – gesucht wegen dringendem Mordverdacht

3. April 2010
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16. Februar 2010
von Redaktion @ 0:40. abgelegt unter Kriminalität, Terrorismus, Mord, Israel

Folgende Personen sind die mutmaßlichen Killer des Mossad, die im dringenden Verdacht stehen, am 20.01.2010 in Dubai Mahmoud al-Mabhouh ermordet zu haben:

Suspected Mossad Killers

Die Polizei von Dubai gibt die Namen und Nationalitäten der Verdächtigen wie folgt an:

Peter Elvinger, French; Kevin Daveron, Irish; Gail Folliard, Irish and the only woman; Evan Dennings, also Irish; Michael Bodenheimer, German; Paul John Keeley, Melvyn Adam Mildiner, Stephen Daniel Hodes, Michael Lawrence Barney, James Leonard Clarke and Jonathan Louis Graham, all British.

Größere Bilder von den Mitgliedern der Terrorbande sowie die Zuordnung der Bilder zu den Namen gibt es in der Daily Mail.

Nachtrag: UK, Irland und Frankreich behaupten, ihre fälschungssicheren Pässe seien vom Mossad gefälscht worden. Einer der Mossad-Terroristen hat den Namen eines in Israel lebenden Briten Melvyn Adam Mildiner für das Verbrechen benutzt. Das in dem auf den Namen Melvyn Adam Mildiner lautenden Pass verwendete Foto zeigt nicht Melvyn Adam Mildiner.

Nachtrag 2: Die Polizei von Dubai hat Kopien der Pässe veröffentlicht, die von 15 weiteren der Beteiligung an der Mossad-Hinrichtung verdächtigt werden:

15 weitere Mossad Killer

Die von den Verdähctigen benutzten Namen und vorgeblichen Nationalitäten lauten: Daniel Marc Schnur, Gabriella Barney, Roy Allan Cannon, Stephen Keith Drake, Mark Sklur and Philip Carr (British); Ivy Brinton, Anna Shuana Clasby and Chester Halvey (Irish); David Bernard Lapierre, Melenie Heard and Eric Rassineux (French); and Bruce Joshua Daniel, Nicole Sandra Mccabe and Adam Korman (Australian). Bei Gulf News gibt es komplette Kopien der entsprechenden Passseiten der nunmehr 26 Verdächtigen im Großformat.

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19 Kommentare zum Beitrag “Mossad-Killer – gesucht wegen dringendem Mordverdacht”

  1. gast sprach am 16. Februar 2010 um 17:18h Heil Israel und Tod allen Anders denkenden und Andersgläubigen!
    So wie im Heiligen Land, werden diese einfach weiter morden, unser Bundesferkel will das so.
  2. Dr. Norbert Theodor Bertel sprach am 16. Februar 2010 um 17:39h Märchenstunde?
  3. Redaktion sprach am 16. Februar 2010 um 18:04h @Bertel
    Nein, das ist keine Märchenstunde. Das ist ein ganz normales staatlich beauftragtes Kapitalverbrechen. Für die Machthaber des Apartheidstaates Israel ist es ganz normal, solche und noch weit schwerere Verbrechen zu begehen. Selten hat dieser Verbrecherclub Mossad sich bei einem Kapitalverbrechen jedoch so schnell erwischen lassen, wie das nun in Dubai geschehen ist.

    Sanktionen und Strafe braucht diese Mörderbande nicht zu befürchten, denn sie hat die Regierungen Europas in der Tasche. Es wird Zeit, dass die Bevölkerungen der Länder, deren Pässe die Mörderbande für ihr Verbrechen missbraucht, weil ihre eigenen israelischen Pässe sie schon bei der Einreise als Angehörige der Terrorregimes von Tel-Aviv entlarven würden, sich diesem Missbrauch entgegenstellen.

    Es gibt nur einen Weg, diese Mörderbande zu stoppen: Boykott Israel!


Freiheit für Palästina – Boykott für Massenmörder

1. April 2010

Massenmorde

an Arabern

und Muslimen

Von Jörg Lau 12. Januar 2009 um 15:51 Uhr

Aus gegebenem Anlass: Da wir dieser Tage viel über die zivilen Opfer der israelischen Angriffe hören, sind folgende Zahlen vielleich interessant. Das folgende habe ich vor zwei Jahren bereits hier gepostet, noch unter dem Eindruck des Libanonkrieges.

Der israelische Journalist Ben Dror Yemini hat dieser Tage in der Zeitung Ma’ariv eine Serie veröffentlicht, die weit über Israel hinaus Aufsehen erregen sollte. Der Titel der drei Aufsätze lautet “Und die Welt schweigt” – über das Leiden der Muslime und Araber. Wenn in unseren Debatten über Terrorismus und Islamismus davon die Rede ist, man müsse endlich “die Ursachen” der islamischen Wut gegen den Westen bekämpfen, dann wird dabei meist an die Situation der Palästinenser unter der Besatzung gedacht.

Ben Dror Yeminis Forschungen erlauben es, das Leiden der Palästinenser in den Zusammenhang der muslimisch-arabischen Leidensgeschichte der letzten Jahrzehnte zu stellen. Der hoch respektierte Journalist hat etwas sehr naheliegendes getan: Er hat – so weit es die Zahlen von amnesty, der VN und anderer vetrauensvoller Quellen zulassen – einfach mal zusammengerechnet, in welchen Konflikten die meisten Araber getötet wurden. Seine Zahlen – er hat sich an die jeweils konservativste Schätzung gehalten, sind erschütternd:

  1. Algerien – ca. 600.000 Getötete, vor allem durch die französische Armee zwischen 1954-1962
  2. Sudan – zwischen 2.6 und 3 Millionen Tote in mehreren Bürgerkriegen und Völkermorden, die seit Mitte der fünfziger Jahre von arabischen Muslimen an schwarzafrikanischen Bewohnern des Südens begangen wurden, auch unter ihnen viele Muslime
  3. Afghanistan – 2 bis 2.5 Millionen Tote, davon mehr als die Hälfte durch die sowjetische Invasion, der Rest durch den anschließenden Bürgerkrieg
  4. Somalia – 400.000 bis 550.000 Tote in dem seit 1977 andauernden Bürgerkrieg
  5. Bangladesh – 1.4 bis 2 Millionen, nachdem das Land 1971 die Unabhängigkeit von Pakistan suchte. Nach einem Regierungsbericht Bangladeshs werden 1.247 Millionen Tote den systematischen Massakern der pakistanischen Armee zugeschrieben
  6. Indonesien – 400.000 Tote durch Massaker der Suharto-Armee in den Jahren 1965-1966
  7. Irak – 450.000 – 670.000 Tote im Krieg mit dem Iran zwischen 1980-88. (Auf Seiten des Iran starben 450.000 bis 670.000 Menschen.) Bis zu einer halben Million Toten durch “Säuberungen” aller Art unter Saddam Hussein. Bis zu 200.000 Schiiten wurden 1991-92 während des Aufstands durch die irakische Regierung getötet. Zwischen 200.000 und 300.000 Kurden wurden vom Bath-Regime ermordet. Eine halbe Million Iraker ging an den Folgen der UN-Sanktionen zugrunde. Täglich sterben sunnitische und schiitische Muslime im Bürgerkrieg nach der Besatzung des Irak. Etwa 100.000 Opfer soll die Besatzung nach manchen Schätzungen gekostet haben.
  8. Libanon – 130.000 Menschen, vor allem durch Landsleute anderer Religion und Ethnie getötet zwischen 1975 und 1990. 18.000 Opfer des libanesischen Bürgerkriegs gehen auf israelische Einmischung zurück.
  9. Jemen – 150.000 Tote im Bürgerkrieg zwischen 1962 und 1970
  10. Tschetschenien – 80.000 bis 300.000 Opfer zwischen 1994 und 2001
  11. Jordanien – 10.000 bis 25.000 Ermordete in den Massakern des “Schwarzen September” (palästinensische Schätzung), bei denen die jordanische Armee palästinensische Flüchtlinge tötete
  12. Kosovo – ca. 10.000 tote Muslime zwischen 1998 und 2000
  13. Syrien – ca. 20.000 Tote bei dem Massaker von Hama (1982), dem Gipfelpunkt der systematischen Verfolgung der Muslimbruderschaft durch Hafis El Assad
  14. Iran – zehntausende Tote nach der Revolution von 1978. Bis zu einer Million Toten im Krieg mit dem Irak
  15. Palästina – ca. 60.000 Tote im arabisch-israelischen Konflikt, die Mehrzahl davon nicht palästinensisch, sondern aus den umliegenden arabischen Staaten. 1378 Palästinenser wurden während der ersten Intifada getötet, 3700 seit Beginn der zweiten

Ben Dror Yemini schreibt, nachdem er diese furchtbaren Zahlen ausgebreitet hat, mit einiger Plausibilität, daß die Muslime und die Araber selber am meisten unter der Fixierung der Weltöffentlichkeit auf den Palästina-Konflikt leiden. Die wahren Ursachen ihres Leidens werden nicht thematisiert.

David Ben Gurion erklärte am 23. Mai 1948:[2] „Wenn wir die Kräfte der Arabischen Legion gebrochen und Amman bombardiert haben, liquidieren wir Transjordanien und dann wird Syrien fallen. Und falls Ägypten wagt, den Krieg gegen uns noch fortzusetzen, bombardieren wir Port Said, Alexandria und Kairo.

Kommentar: Israels erster MASSENMÖRDER

Zitat aus wikipedia

„Warum sollten die Araber Frieden schließen? Wäre ich ein arabischer Führer, würde ich niemals mit Israel verhandeln. Das ist ganz natürlich: Wir haben deren Land genommen. Sicher, Gott hat es uns versprochen, aber was geht die das an? Unser Gott ist nicht deren Gott. Wir stammen aus Israel, aber das ist 2000 Jahre her, und was interessiert die das? Es gab Antisemitismus, die Nazis, Hitler, Auschwitz, aber war das deren Schuld? Das Einzige, was die sehen ist: Wir kamen her und stahlen ihr Land. Warum sollten die das akzeptieren?“

– Ben Gurion zu Nahum Goldmann

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Fundierte Hintergründe
urs1798 Weblog
Blogg von urs1798 | 31/03/2010 at 03:05 | Tags: end apartheid, Frieden, Gerechtigkeit, Israel, Palestina | Kategorien: Apartheid, Demonstration, Eingesammelt, Gelogen, Israel, Justiz, Krieg, Menschenunwürdig, Mörderisches, Palestine, Politisch, Satire, Ungerecht und Antidemokratisch, Unmenschlich, Verstand verloren?, Zensur, Zwischenmenschliches | URL: http://wp.me/pkBJ0-31v

Jeden Tag, wenn ich nach neuen Nachrichten über die Palästinenser suche, hoffe ich wenig zu finden, wenige Nachrichten bedeuten weniger Gewalt von zionistischen Sicherheitskräften und der IOF, ich zähle auch die PA dazu. Seit Cast Lead haben sich die Schreckensmeldungen tagtäglich erhöht, ein gewaltiger Schub. Immer mehr Menschen werden getötet, darunter Jugendliche und Kinder. Menschen werden verhaftet und verschleppt, geschlagen und gefoltert, mißhandelt und gebrochen. Nein , dies geschieht nicht nur in derNacht, am hellichten Tag, ganz offen. Menschen, welche verhaftet werden könnten, kommen garnicht erst vor ein Gericht, Tote kann man nicht mehr anklagen. Menschen, welche vertrieben wurden, sollen für ihre Vertreibung bezahlen. Menschen sind für Steinewerfen mit der Todesstrafe bedroht. Menschen, welche friedlich für Menschenrecht und Völkerrecht eintreten, sind mit der Todesstrafe bedroht und werden auch getötet. Kinder werden zu Erwachsenen gemacht, verschleppt, mißhandelt und eingesperrt. Sie sitzen hinter Mauern, hinter Zäunen, welche sich immer enger ziehen. Wie weidwunde Tiere ziehen sie sich zurück, in die letzten Ecken gedrängt und wenn sie sich wehren, mit dem Rücken zur Wand, bekommen sie den “ Gnadenschuß“. Traumatiesierte Gesellschaften, mit dem Ziel Frieden zu schaffen?  Israel will den Frieden nicht, die religiösen Fanatiker haben Gehör und das Trauma über den wahnsinnigen Holocaust wird wachgehalten und geschürt. Angst  wird erzeugt und hochgehalten, ich sehe keine reale Gefahr für Israel, ich denke, niemand will sie vertreiben, wenn sie sich an die Menschenrechte  halten und entschädigen, was nicht mehr Rückgänig zu machen ist., und verhandeln. Tote Palästinenser schreien nicht und die Hinterbliebenen in ihrem Leid.? Auch die hört man in Israel nicht, nicht in Deutschland und im Rest der Welt,  es wird nicht berichtet. Berichtet wird erst, wenn Israelis gestorben sind, genauer wenn eine Kassamrakete  einen thailändischen  Arbeiter auf israelitischem Gebiet getroffen hat. Auch ein trauriges Opfer, die Welt schreit auf, bei den vielen palästinensischen Opfern? Die Weltpresse schweigt. Ein Einmarsch in Gaza wird für recht befunden, das anschließende Töten auch, es nennt sich das Recht zur Selbstverteidigung. Über angekündigte Vergeltungsschläge, wird nicht gesprochen, die Welt schweigt.

Das sind die Doppelstandards, die hatte mein Vater auch, ihm ist jede Menschlichkeit abgegangen. Diese Doppelstandards kann man auch bei Amnesty finden, sie verurteilen fast alles und fast jeden, bei Palästinensern und Israel, hört es jedoch auf, dafür sind sie bei der Verurteilung von z. B. Kuba, ganz groß…wieder Menschenrechte in Doppeltstandards. Ein Mensch in Kuba tritt in Hungerstreik ob der unmenschlichen Behandlung? Viele Palästinenser treten in Hungerstreik, in israelischen Gefängnissen, Amnesty schweigt… es erblinden dort Menschen, sie dürfen nicht ihre Angehörigen sehen, Kinder werden geschlagen, Amnesty schweigt, wie so oft? Genehme Opfer, genehme Menschenrechtsverbrechen? Es wird geschwiegen…Wie lange noch? Wie lange werden Lügen vertuscht im Bezug auf die unmenschliche Behandlung von Palästinensern, dem Töten von unbewaffneten Menschen? Der nachträglichen Kriminalisierung von erschossenen Schrottsammlern , von Farmern , welche sich dem Todesstreifen genähert haben um ihr Land zu bestellen? Der von den Militärs erklärte Todesstreifen, nicht  auf  Israels Seite, nein auf der Seite der Palästinenser,…Unsere Presse schweigt, oder läßt jemanden zu Wort kommen, der während „Cast Lead“ auf der israelisch- zionistischen  Seite stand und wohl bis heute noch steht, nur etwas geschickter, in meinen Augen, verpackt. Menschenrechte für andere? Gerechtigkeit, in einem Apartheidstaat, mit Zonen A, B, C… ?

Links mit Belegen werden ergänzt, Bilder von heute, finden sich hier.,aus einem Blog von Gaza. IN GAZA

Die IOf- IDf, weist alles von sich, sie hat in die Luft geschossen, uns dummerweise war der Himmel voll fliegender Palästinenser….ich kann mir sonst nicht die getöteten Protestler und mit Kugeln getroffenen Demonstranten  erklären.

Free Gaza

End Apartheid